Historisches

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Vereinsgeschichte

Hier kann man sich über die Historie unseres Vereins informieren…

 

1. Geschichtliches zum Angelverein 1 .1. Angelsport – Ortsgruppe Grenzland Bobenneukirchen Als es mit der Fertigstellung der Feilebachtalsperre im Jahre 1971 ein Angelrevier vor der Haustür gab, bestand bei den wenigen Petrijüngern von Bobenneukirchen (u.a. Werner Jablonowski, Heinz Leopold, Rudolf Rödel), die in der Ortsgruppe Oelsnitz ihrem Hobby nachgingen, der Wunsch, eine eigene Gruppe zu gründen. Doch die Feilebachtalsperre lag im damaligen Sperrgebiet, und eine Beangelung des Gewässers war nicht so ohne weiteres möglich. Erst mit Hilfe des Angelfreundes Gottfried Claus, der damals Stabsfeldwebel in der Grenzkompanie Posseck war und mit Unterstützung des DTSB-Kreisvorstandes Oelsnitz konnte die Gründung einer DAV -Ortsgruppe in Bobenneukirchen verwirklicht werden. Der Deutsche Anglerverband (DAV) gehörte zu DDR-Zeiten zum Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) der DDR. Die Gründungsversammlung fand am 22. Juli 1972 im Gasthof “Zum goldenen Löwen” in Bobenneukirchen statt. 9 Angelbegeisterte (drei Interessenten waren entschuldigt) und zwei Gäste nahmen an der Gründungsversammlung teil. In der Rede zur Gründungsversammlung hob Gottfried Claus hervor, dass es mit der Einführung der 5-Tage-Arbeitswoche mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für die Bürger gebe. Mit der Ausübung des Angelsportes sei eine sinnvolle Nutzung der Freizeit möglich. In den Vorstand der Ortsgruppe wählten die Teilnehmer der Gründungsversammlung Gottfried Claus, Klaus Kirbach, Heinz Leopold (), Werner Richter () und Friedhold Schreyer. Erster Vorsitzender wurde Gottfried Claus. Die Ortsgruppe gab sich den Namen “Grenzland” Bebenneukirchen. Bereits kurz nach der Gründung nahm die Ortsgruppe weitere Mitglieder auf. Im August 1972 war die Mitgliederzahl bereits auf 20 angestiegen. Das waren: Gottfried Claus, Klaus Kirbach, Heinz Leopold, Friedhold Schreyer, Werner Richter, Rolf Gebelein, Werner Jablonowski, Roland Kießling, Lothar Sommer, Oskar Knoll (), Karl-Heinz Steinbach (), Rainer Frank, Manfred Thiele, Dieter Reinel, Siegfried Bauer, Günther Jablonowski, Elisabeth und Sylvester Ossadnick, Rudolf Rödel und Jonas Gebhardt ().

Aus den vorstehend angeführten Umständen betrachtete die 1990 neu gegründete Sportangelgruppe Bobenneukirchen das Jahr 1973 als eigentlichen Beginn des Angelns in Bobenneukirchen und feierte auch erst 1993 das 20. bzw. 1998 das 25. Vereinsjubiläum. Danach revidierte man die 1990 getroffene Festlegung und beging dann doch – entsprechend des eigentlichen Gründungstermins 1972 – das 30. Jubiläum bereits 2002.

Die Mitgliederzahl hatte sich bis Mai 1973 auf 35 Sportfreunde erhöht. Rudolf Rödel nahm an einer Kampfrichterausbildung teil. An den Kreismeisterschaften im sportlichen Angeln beteiligten sich erstmals Mitglieder der Ortsgruppe. Ein Jahr später gab es einen Wechsel in der Vereinsleitung. Zum neuen Vorsitzenden wurde im August 1974 Heinz Leopold gewählt. Auch eine Revisionskommission war inzwischen gebildet worden. Deren Vorsitz hatte Klaus Kirbach, Beisitzer war Rolf Baumgärtel. Die in diesem Jahr entstandene Jugendgruppe leitete Werner Jablonowski. Zur Wahlversammlung im Januar 1978 wurde die gewählte Leitung von 1975 in ihren Funktionen erneut bestätigt.

Ab Ende der 1970iger Jahre wurden in der Ortsgruppe regelmäßig Ausscheide im Turnierwerfen veranstaltet. Im März 1980 verzeichnete das Protokoll bei 22 Teilnehmern folgende Platzierungen: 1. Platz Andreas Gerlach 148,5 Punkte 2. Platz Gert Jablonowski 135 Punkte 3. Platz Günther Jablonowski 124 Punkte Zur Wahlversammlung im gleichen Jahr übernahm Werner Ketzel () den Vorsitz, Rolf Lange wurde Verantwortlicher für Finanzen, Gotthard Sünderhauf zeichnete für Propaganda/Kultur/Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich und Roland Kießling und Reimund Sünderhauf wurden als Verantwortliche für den Kinder- und Jugendsport gewählt. Wegen Erkrankung des neuen Vorsitzenden 1981 musste Heinz Leopold als 2. Vorsitzender die Angelgruppe wieder vorübergehend leiten, ehe er im Spätsommer 1983 endgültig diese Funktion niederlegte. Viele Aussprachen mussten geführt werden, ehe sich Andreas Gerlach und Berthold Müller bereit erklärten, als Vorsitzender bez. Stellvertreter zu fungieren und dann am 28. Oktober 1983 in Anwesenheit des damaligen Kreisfachausschuss-Vorsitzenden Klaus Truckewitz auch gewählt wurden. Der Mitgliederstand hatte sich in den 1980iger Jahren um fast 20% verringert: 1983 = 84 Mitglieder, davon 24 Jugendliche, 1986 = 79 Mitglieder, davon 23 Jugendliche, 1989 = 70 Mitglieder, davon 17 Jugendliche Zur letzten Wahl der Ortsgruppe vor der politischen Wende am 9. November 1989 wurde die Leitung von 1986 bestätigt, ergänzt durch Jürgen Meinel als Verantwortlicher für Technikeinsätze. 1.2 Sportangelgruppe (SAG) Bobenneukirchen e.V. Zur Mitgliederversammlung im April 1990 erfuhren die Angelfreunde, dass die alten DDR-Strukturen aufgelöst wurden und aus den ehemaligen Ortsgruppen eingetragene Vereine werden sollen. Die Vereinsgründung in Bobenneukirchen als Sportangelgruppe (SAG) mit eigener Satzung und neuer Beitragsordnung erfolgte im September 1990. Der Verein gehörte damit zum Anglerverband Südsachsen Mulde/Elster e.V., der seine Geschäftsstelle in Chemnitz hat. In die neue Leitung wurden gewählt: 1. Vorsitzender Andreas Gerlach 2. Vorsitzender Klaus Valentin 3. Vorstand Roland Kießling    Kassierer Rolf Lange Eine Reihe Mitglieder verließ in dieser Zeit den neu gegründeten Verein, vor allem wegen der gestiegenen Mitgliedsbeiträge, die im Vergleich zur Vorwendezeit um das Sechs- bis Siebenfache stiegen (bei Erwachsenen auf 140,00 DM Jahresbeitrag; Jugendliche 120,00 DM). Die Mitgliederzahl sank deshalb vorübergehend knapp unter 50. Doch durch den Zustrom von Angelfreunden aus dem benachbarten Franken war die Zahl bereits 1991 wieder über 70 gestiegen. Zur Jahreshauptversammlung 1992 hatte sich die Mitgliederzahl erneut um 17 auf insgesamt 83 Mitglieder erhöht. Im Februar 1994 wurde eine neue, überarbeitete Vereinssatzung angenommen. Damit wurde auch eine Neuwahl des Vorstandes erforderlich. 45 anwesende Mitglieder wählten folgenden Vorstand: 1. Vorsitzender Andreas Gerlach Mitglieder Klaus Valentin, Roland Kießling, Rolf Lange Seit Gründung der Angelgruppe war der Gasthof “Zum goldenen Löwen” Ort der Zusammen-ünfte und Feiern. 1992 schufen sich die Angler auf dem Wol im Rittergutsgarten eine erste kleine Vereinsanlage. Der gesamte Bereich wurde gesäubert, die bestehende Holzhütte renoviert und mit einem kleinen Anbau versehen. Der umgebende Wassergraben erhielt einen Fischbesatz. Ein Pachtvertrag mit der Gemeinde sicherte die Nutzung des Grottenseeteiches als Vereinsgewässer zunächst über 12 Jahre. Nach Stilllegung des Erlich-Freibades und der beabsichtigten Verfüllung des Beckens mit Aushub vom Abwasserkanalbau im Dorf entschlossen sich die Angler, die Anlage zur Vereinsanlage auszubauen. Ein Pachtvertrag über 99 Jahre wurde mit der Gemeinde als Eigentümer abgeschlossen und im Oktober 1994 begannen die Umbauarbeiten mit dem Entkernen des Gebäudes. Das entstandene Vereinszimmer erhielt eine Panelverkleidung und eine kleine Küche dient der Gästebetreuung. Im April 1995 war der Innenausbau abgeschlossen und zum Höhenfeuer am 30.4. traf man sich erstmals im neuen Zuhause. Gastronomisch versorgt wurden fortan jeweils Freitagabend Mitglieder und Gäste. Mit der Sternquellbrauerei kam es zum Abschluss eines Liefervertrages. Ein Skatturnier im November 1994 war die erste öffentliche Veranstaltung im neuen Domizil. In den Folgejahren gingen die Aus- und Umbauarbeiten am Vereinsgebäude und -gelände weiter. Das Dach wurde erneuert und die Außenwände mit Holz verkleidet (1995), eine Heizung eingebaut, Dachrinnen erneuert und Toilette eingebaut sowie Fundamente für Anbau errichtet (1997), Kücheneinrichtung erneuert und Elektroherd angeschafft (1998). Nach mehreren missglückten Versuchen konnte das alte Badbecken abgedichtet und für den Fischbesatz vorbereitet (1997), der Wasserzulauf erneuert und ein Wassereinlauf (2001) geschaffen werden. Zur Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl am 13.12.1997, zu der 50 Angelfreunde anwesend waren, wurde beschlossen, wieder eine Jugendgruppe aufzubauen und anlässlich des 25jährigen Bestehens 1998 ein Angelfest zu organisieren. In den neuen Vorstand und in den Vereinsausschuss wurden gewählt: 1. Vorsitzender     Andreas Gerlach Mitglieder     Klaus Valentin (Jugendleiter), Mario Walter (Schatzmeister) und Andreas Reuschel Vereinsauschuss : Frank Valentin, Rudolf Rädel, Heinrich Schade, Heinz  Leopold, Holger Lochmann, Rolf Lange, Berthold Müller,  Hubert Hering

Da sich wieder eine stabile Jugendgruppe gebildet hatte, organisierte der Vorstand erstmals im Juni 2000 ein Jugendangellager mit Zeltübernachtung im Vereinsgelände. Diese Veranstaltung ist inzwischen zur Tradition geworden und die Kinder und Jugendlichen werden dabei zur Zeit von Jürgen Meinel, Lars Mehlhorn und Matthias Bauer betreut. Im Februar 2002 hatte die Angelsportgruppe 105 Mitglieder, davon 10 Kinder und Jugendliche. Für Vorstand und Vereinsausschuss wurden gewählt: 1. Vorstand                 Andreas Gerlach, 2. Vorstand                 Lothar Reuschel, 3. Vorstand und Jugendleiter     Jens Heppner, Schatzmeister                 Klaus Valentin Vereinsausschuss: Frank Valentin, Berthold Müller, Rolf Lange und Rudolf Rödel (Revisionskommission), Holger Lochmann (Freizeitsport), Michael Geyer, Rudi Großer und Rico Steudel (Besatzverantwortliche), Heinz Leopold (Verantwortlicher für Vereinsgelände)

1.3  Anglerfest zum 25jährigen Jubiläum 1998 Obwohl es in Strömen regnete, kamen viele Besucher und die Organisatoren waren sehr zufrieden. In den Folgejahren entwickelten sich die Feste, immer Anfang September veranstaltet, zu einem Besuchermagneten. Die inzwischen auf drei Tage ausgedehnten Veranstaltungen sind inzwischen die jährlichen Vereinshöhepunkte und aus dem Terminkalender nicht mehr wegzudenken. Besonderer Höhepunkt war die Festwoche zum 30. Vereinsjubiläum 2002, die erste termingerechte Jubelfeier. Die Festzelte wurden immer größer, die Programme immer attraktiver. Mit einem Fackelumzug vom Dorf zum Vereinsgelände und anschließendem Lagerfeuer und Discomusik beginnt es jeweils am Freitagabend. Am Samstag bestreiten die Volleyballer ihr Turnier und abends wird zur Tanzfete ins Festzelt geladen. Der Abschlusstag mit abwechslungsreichem Programmangebot hatte in den zurückliegenden Jahren stets das größte Publikumsinteresse. Vielseitige Rahmenprogramme ergänzen jeweils die Festivitäten. Zu einem besonderen Renner wurden die Angebote an frischem Räucherfisch und die schon legendäre Fischsoljanka, dereinst von Roland Kießling kreiert und meist von Rudolf Rödel vermarktet. Auch der Verkauf von Selbstgebackenem sowie diverse Verkaufsstände mit Anglerausrüstungen oder Honigprodukten gehören inzwischen zum Standard. Beliebt bei Jung und Alt sind das Aalgreifen und der Festabschluss mit Badewannen- und Sautrogrennen geworden.